Der Klumpensonntag stand bei uns schon von jeher im Zeichen der tätigen Solidarität: Ein Einsatz für den guten Zweck mit unseren flinken Händen und Füßen. In den Wochen vorm Klumpensonntag 2019 wollen wir mit einer kleiner Artikelreihe zurückblicken auf die Aktionen der Rheder Pfadfinder aus den letzten 7 Jahrzehnten.

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(Die Rover auf dem Markt)

"Anders leben, damit andere überleben" - was wie ein Spruchbanner der Fridays for Future klingt, ist  tatsächlich  eine Jahresaktion des MISEREOR Hilfswerks. Nicht unähnlich unserer Flinken Hände und Füße  stellt das bischöfliche Hilfswerk seit seiner Gründung 1959 seine jährlichen Aktionen unter ein wechselndes Motto.  Für den im Jahr 1984 gegründeten Sachausschuss "Mission, Entwicklung und Frieden" der Pfarrgemeinde zur Heiligen Familie wurde dieser Spruch zu einer Leitformel, wie Christoph Hartkamp in der Festschrift des heutigen Kirchorts schreibt. 

Fast zur selben Zeit hegte die aktuelle Roverrunde gleich nebenan in St. Gudula einen ähnlichen Gedanken: Produkte wie Kaffee, Honig, Tee, Gewürze und Kerzen  sollen zu fairen Preisen an die Rheder Bevölkerung gebracht werden - um die Produzenten zu unterstützen, aber auch, um ein Zeichen zu setzen.

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(Ein Artikel aus dem Bocholter Stadtanzeiger von 1987)

Beide Gruppen verkauften ihre fairen Waren anfänglich in ihren jeweiligen Pfarrheimen: Die Rover freitags abends in St. Gudula, die Arbeitsgruppe der Heiligen Familie einmal monatlich sonntags nach den Gottesdiensten. Im Laufe der 90er wechselten die Pfadfinder wiederholt ihren Standort: Mal nahmen sie am Wochenmarkt teil, für mehrere Jahre belegten sie ein Gebäude in der Bahnhofsstraße, nach dessen Aufgehen im Stadtmitteprojekt ging es vorerst zurück ins Gudulapfarrheim. 1997 schlossen sich beide Gruppen zusammen und zogen im Herbst des Jahres in die Räumlichkeiten der Gudula-Bücherei an der Hohen Straße. 2004 folgte die offizielle Gründung des Vereins "Eine Welt Gruppe Rhede e.V."

Heute findet man die Fair-Trade-Waren im Ladenlokal auf der Bahnhofsstraße. Ihren Kaffee brühen wir selbstverständlich auch auf dem Klumpensonntag auf!

 

In der nächsten Woche wenden wir unseren Blick zurück nach Afrika - und einmal mehr wird es politisch.

Hier geht es zu Teil 4.